Barrierefreiheit von Betriebswebsites: 10.000 Betriebe geprüft
Teil 1 dieser Studie prüft die meistbesuchten deutschen Websites. Für Teil 2 haben wir am 12. August 2026 zusätzlich 10.000 Betriebe in ganz Deutschland geprüft – Handwerk, Gastronomie, Praxen, Hotels, Läden. Je Bundesland gleich viele, damit sich die Länder vergleichen lassen. Grundlage sind 252.382 Betriebe mit eigener Website.
von 100
zu wenig Kontrast
ohne Befund
erreichbar
Die Branche entscheidet
Zwischen den Branchen liegen 7,4 Punkte – deutlich mehr als zwischen den Bundesländern. Gesundheitsberufe stehen geschlossen an der Spitze, Firmenbüros am Ende. Die Spanne dahinter zeigt, wie sicher der Wert ist: Wo sich zwei Spannen nicht überschneiden, ist der Unterschied echt.
| Branche | Websites | Punkte | Spanne | Kontrastfehler |
|---|---|---|---|---|
| Zahnarztpraxen | 122 | 56,2 | ± 3,6 | 89,3 % |
| Arztpraxen | 268 | 56,0 | ± 2,0 | 88,4 % |
| Apotheken | 152 | 55,0 | ± 3,1 | 77,6 % |
| Pensionen | 143 | 52,9 | ± 3,1 | 78,3 % |
| Cafés | 179 | 51,0 | ± 2,8 | 88,8 % |
| Restaurants | 713 | 50,4 | ± 1,4 | 87,5 % |
| Ferienwohnungen | 107 | 49,8 | ± 3,6 | 87,9 % |
| Hotels | 328 | 49,7 | ± 2,0 | 89,0 % |
| Kfz-Werkstätten | 111 | 49,0 | ± 3,0 | 89,2 % |
| Firmenbüros | 391 | 48,8 | ± 2,0 | 87,7 % |
Einordnung. Zahnarztpraxen (56,2 ± 3,6) und Firmenbüros (48,8 ± 2,0) überschneiden sich nicht – dieser Unterschied ist belegt. Warum Praxen besser abschneiden, sagen die Daten nicht. Naheliegend wäre, dass dort häufiger eine Agentur gebaut hat und seltener ein Baukasten zum Einsatz kam; belegen können wir das nicht.
Und die Region?
Kaum ein Unterschied. Zwischen dem besten und dem schlechtesten Bundesland liegen 4,0 Punkte – und selbst diese beiden Spannen berühren sich noch. Wo jemand in Deutschland sitzt, sagt praktisch nichts darüber, wie zugänglich die eigene Website ist.
| Bundesland | Websites | Punkte | Spanne | Darstellung der Spanne |
|---|---|---|---|---|
| Hessen | 368 | 53,9 | ± 2,1 | |
| Hamburg | 383 | 53,5 | ± 2,0 | |
| Rheinland-Pfalz | 337 | 53,2 | ± 2,0 | |
| Sachsen-Anhalt | 368 | 53,0 | ± 2,0 | |
| Berlin | 355 | 52,6 | ± 2,1 | |
| Bremen | 367 | 52,5 | ± 2,0 | |
| Niedersachsen | 400 | 52,3 | ± 1,8 | |
| Baden-Württemberg | 339 | 52,1 | ± 2,1 | |
| Schleswig-Holstein | 405 | 52,0 | ± 1,8 | |
| Nordrhein-Westfalen | 370 | 51,8 | ± 1,9 | |
| Bayern | 418 | 51,4 | ± 1,9 | |
| Sachsen | 376 | 51,3 | ± 1,9 | |
| Brandenburg | 364 | 51,2 | ± 2,0 | |
| Thüringen | 391 | 51,2 | ± 1,9 | |
| Mecklenburg-Vorpommern | 403 | 50,7 | ± 1,8 | |
| Saarland | 350 | 49,9 | ± 1,9 |
Diese Betriebe fallen zum größten Teil gar nicht unter das BFSG. Kleinstunternehmen sind bei Dienstleistungen ausgenommen (§ 3 Abs. 3 BFSG), und ein Friseur oder eine Pizzeria ist genau das. Teil 2 zeigt, wie zugänglich das lokale Netz ist – nicht, wer gegen ein Gesetz verstößt.
Grundlage sind Betriebe mit eigener Website in OpenStreetMap. Das ist keine vollständige Liste aller deutschen Betriebe, und wie gut eine Region dort erfasst ist, schwankt. 2.427 der 10.000 Websites waren nicht messbar, darunter 587 Domains, die es gar nicht mehr gibt. Branchen und Länder mit weniger als 100 auswertbaren Websites zeigen wir nicht – dort wäre jede Zahl Zufall.
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